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Urheberrecht

Urheberrechte

 

Grundlage des koreanischen Urheberrechtes ist das Urheberrechtsgesetz (Copyright Act) in der Fassung vom 28. Dezember 2006, das sich auf schöpferische Werke der Literatur, Wissenschaft, Musik, bildenden Kunst, Fotographie, Architektur und des Films erstreckt (Art 4). Computerprogramme werden durch das Computerprogrammschutzgesetz (Computer Program Protection Act) erfasst.

 

Gemäß Art 5 und 6 Urheberrechtsgesetz gelten abgeleitete Werke (zB Übersetzungen) oder Werksammlungen als unabhängige Werke, solange die Urheberrechte am Original nicht berührt werden. Als Urheber gilt der tatsächliche Autor (das ist bei Computerprogrammen der Programmentwickler). Hat der tatsächliche Autor das Werk allein im Auftrag einer juristischen Person oder eines Arbeitgebers erstellt, so ist grundsätzlich diese/r der Urheber.

 

Unter Voraussetzung internationaler Gegenseitigkeit werden ausländische Urheber nach dem Welturheberrechtsabkommen (WUA) geschützt. Davon abgesehen unterfallen Werke von Ausländern dem Schutzbereich des Urheberrechtsgesetzes, wenn der ausländische Autor seinen Wohn- oder Geschäftssitz in Korea unterhält oder das Werk erstmals in Korea oder binnen 30 Tagen nach der Erstveröffentlichung im Ausland auch in Korea veröffentlicht wurde.

 

Schutzdauer

 

Beginnend mit der Schöpfung des Werkes besteht die Schutzdauer während der Lebenszeit des Autors plus 50 Jahre danach. Weiters gelten abweichende Bestimmungen für Sonderbereiche (Verlagsrechte, Datenbanken etc.).

 

Computergrogramme sind über einen Zeitraum von 50 Jahren ab Registrierung bei der “Kommission für die Beratung und Regulierung von Programmen” geschützt.

 

Inhalt des Urheberrechtes

 

Dem Urheber kommen die Urheberpersönlichkeitsrechte (Recht auf Veröffentlichung unter eigenem Namen oder unter einem Pseudonym und die Untrennbarkeit von Titel, Inhalt und Form des Werks) sowie Vermögensrechte (Vervielfältigungs-, Ausstellungs- und Verbreitungsrechte) zu. Bei der Einfuhr bzw beim Vertieb von Gütern, die gegen das Urheberrecht verstoßen, bestehen zivilrechtliche Unterlassungs- und Entschädigungsansprüche. Das Strafgesetz kennt darüberhinaus Geld- und Freiheitsstrafen für Urheberrechtsverletzer.

 

Es besteht freie Übertragbarkeit der Urheberrechte (auch die teilweise Übertragung ist möglich).

 

Eintragung

 

Auch wenn Schutzwirkung bereits ab Schöpfung des Werkes gilt, sieht das Gesetz die Möglichkeit der Eintragung bestimmter Daten, insbesondere zur Identität des Urhebers und der Identifizierung seines Werkes, beim zuständigen koreanischen Ministerium vor. Sie dient vor allem der Möglichkeit der Übertragung und Verpfändung von Vermögensrechten gegenüber Dritten.

 

 

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